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Ein Jahr Nikon Z50

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mir eine neue Kamera zugelegt, und zwar die Nikon Z50.
Davor habe eine Canon EOS 1000D und anschließend eine Canon EOS 550D gehabt.
Hier möchte ich nun einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben, wie ich mit der Kamera klar komme und warum ich überhaupt das System/die Marke gewechselt habe.

Warum von Canon auf Nikon?

Die Frage ist für mich nicht sehr relevant, da ich kein „Fanboy“ bin und herstellertechnisch keine Präferenzen habe. Im Grunde war es mir egal, von welchem Hersteller die nächste Kamera sein wird, da ich außer den beiden Kit-Objektiven zur EOS lediglich ein 50mm Objektiv hatte und keinen großen Pool an Objektiven.

Ich hatte mehrere Marken angeschaut, darunter auch wieder die Geräte von Canon, Nikon, Fuji, Sony und andere. Auf Twitter habe ich eine Umfrage an meine Follower gestartet, welche Kamera denn so aktuell am besten im Preissegment bis 1000€ ist. Wichtig war mir nur, dass sie spiegellos sein sollte und einen Klappbildschirm haben muss. Die Megapixel und anderer Schnickschnack waren mir erstmal egal, denn die Teile haben heute alle viele Megapixel usw. usf.

Nach dem schauen von mehreren Testvideos, lesen von Vergleichen und Testberichten, habe ich mich dann für die Nikon Z50 entschieden, da sie auch schön leicht ist. Ich musste noch ein paar Wochen warten, dann war sie auch auf Amazon in einem guten Angebot inklusive zweier Kit-Objektive (16-55mm, 55-250mm) zu haben.

Die ersten zwei Wochen…

… waren ernüchternd! Ich kam erstmal so gar nicht mit der Bedienung klar. Die Bedienelemente an der Kamera, die Menüführung, die Software… ich war total überfordert. Aber das ist ja klar, wenn zwischen der letzten Kamera und einer Neuen mehrere Jahre Entwicklungszeit liegen. Außerdem ist der Herstellerwechsel auch nicht außer acht zu lassen, da sich hier natürlich alles anders verhält.

Die ersten Fotos waren absolut nicht zufriedenstellend. Ständig war etwas verwackelt, verschwommen oder die Bildqualität allgemein nicht das, was ich erwartet hatte. Ich war schon soweit, dass ich die Kamera komplett zurückschicken wollte und mir dann doch lieber das Modell von Canon hole, obwohl es im Test schlechter abgeschnitten hatte.

Ich habe es nicht getan und mir einfach nur gedacht: „Das ist eine Lernsache. Ich muss mich einfach mehr mit der Kamera beschäftigen und einfach auch viel ausprobieren, um sie kennen zu lernen!“ … und das war gut so!

Die Objektive

Ich hörte und las von anderen Fotografen, dass das 16-55mm Kit-Objektiv von Nikon recht gut sein soll. Leider teile ich die Ansicht bis heute noch nicht so ganz, kann aber auch nicht erklären, warum.
Irgendwie finde ich die Qualität nicht so berauschend und ziehe dem „Kleinen“ lieber das 55-250mm Zoom vor, da ich es einfach besser finde.

Ganz zufrieden war ich aber mit beiden nicht und ich fing schon schnell an, nach einem Objektiv mit Festbrennweite zu suchen, da ich bei der Canon das 50mm auch fast ständig drauf hatte und die Qualität mich einfach überzeugt hatte.

So fand ich dann nach einer Weile des Suchens das Meike MK35 35mm (für APSC) für 100€ und habe auch hier wieder Testberichte gelesen und Videos angeschaut. Das hat mich dann überzeugt und ich bestellte das günstige Teil. Ich war nach den ersten Versuchen sofort Feuer und Flamme und es ist bis heute so ziemlich das „Immerdrauf“-Objektiv.
Die Schärfe ist toll und außerdem fängt die Blende bei f/1.4 an, was eine schöne, schmale Tiefenschärfeebene erzeugen kann, die aber nicht immer ganz so einfach zu handlen ist. Außerdem ist das Objektiv komplett manuell, es hat also keine automatischen Blendeneinstellung, keinen Autofokus und keine Verwackelautomatik. Halt „so wie früher“ ;-). Das macht die Linse aber um so attraktiver, weil man auch eine kleine Herausforderung dabei verspürt.

Aktueller Stand – Dez. 2021

Ja, ich bin mit der Kamera sehr zufrieden und habe sie fast immer bei unseren Geocachingtouren dabei. Durch sie habe ich wieder so richtig Lust zum Fotografieren verspürt und das Feuer brennt immer noch.
Es gab mal eine Zeit, da habe ich so 3-4 Jahre überhaupt keine Kamera mehr angefasst gehabt, aber das ist eine andere Geschichte. Die Nikon hat mich wieder auf den Kurs gebracht!

Gern hätte ich noch ein Weitwinkel- oder ein gutes Zoomobjektiv mit fester Brennweite, aber das muss ja nicht alle sofort sein.

Vor allem fotografiere ich sehr viel Natur, gern aber auch mal Abstraktes oder Architektur, wie man an den Galerien hier im Blog sieht.

Die Nikon Z50 wird noch ein langer Begleiter für mich sein und es werden noch die einen oder anderen tollen Fotos damit gemacht werden, da bin ich mir sicher!

Beispielfotos lasse ich hier mal weg, da sie in den Galerien im Blog zu finden sind. Prinzipiell sind es so ziemlich alle „Pandemic Pictures Collection“ Galerien, die mit der Nikon entstanden sind. Sicherlich sind mal 1-2 iPhone Fotos dabei, aber größtenteils ist alles aus der neuen Kamera.

Danke für’s Lesen,
Christian

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